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Die Stiftskirche St. Petrus

... bestimmt ganz wesentlich mit ihrer markanten, weithin sichtbaren Silhouette die Ansicht des 250 m hohen Petersberges, der auf seinem Breitengrad die höchste Erhebung zwischen Harz und Ural ist.
Der sagenumwobene "mons serenus" oder Lauterberg, wie er bis ins 14. Jahrhundert hieß, diente bereits vor 4000 bis 5000 Jahren als heidnische Kultstätte. Wohl schon vor dem Jahre 1000 u. Z. wurde auf dem Gipfel eine erste christliche Kapelle errichtet. Das im Stil der böhmischen Rundkirchen gehaltene Bauwerk war eine Taufkapelle

 

Graf Dedo von Groitzsch gelobte 1124 die Errichtung eines Augustiner-Chorherrenstiftes als neue Grablege für sein Geschlecht. Dedo verstarb noch im selben Jahr. Sein jüngerer Bruder Konrad Graf von Wettin und Brehna, nachmals Markgraf von Meißen und der Ostmark, erfüllte das Vermächtnis des Toten und sicherte durch freigiebige Schenkungen den Bestand der Stiftung. Von den eigentlichen Gebäuden sind heute nur noch teilweise Mauerreste übrig. Um so mehr beeindrucken noch heute das Äußere wie das Innere der dem heiligen Petrus geweihten Kirche. Baubeginn war wohl im Jahre 1124.

 

In der Ausstellung im Museum Petersberg können Sie ein Modell des Augustinerchorherrenstiftes, welches im 12. Jahrhundert erbaut worden ist, besichtigen. Mit einer im Jahre 1184 abgeschlossenen Erweiterung erhielt die Stiftskirche ihre heutige Gestalt. 1540, in der Reformationszeit, wurde das Chorherrenstift aufgehoben. Ein Blitzschlag zerstörte 1565 die Klosteranlage. Von 1853 bis 1857 erfolgte der Wiederaufbau der romanischen Basilika mit der Grablege der früheren Wettiner.

 

 

 

 

 

Pfingsten 1999 haben vier Brüder der "Christusbruderschaft" aus Selbitz bei Hof ihren Dienst auf dem Petersberg aufgenommen. Sie wollen suchenden Menschen Eindrücke, Antworten, Orientierung und Begegnung vermitteln.
Alljährlich zu Pfingsten findet auf dem Petersberg das Petersbergtreffen des evangelischen Jungmännerwerkes Sachsen-Anhalt statt. Erstmals 1947 veranstaltet, überlebte es auch die schwierigen Umstände der DDR-Zeit und ist nach wie vor für viele junge Menschen ein echter Anziehungspunkt.

Die Stiftskirche ist eine Station an der Straße der Romanik. Um und zur Kirche hinauf führt ein Wanderweg. Die Kirche, in der häufig Konzerte und Aufführungen stattfinden, lohnt immer einen Besuch und ist ganztägig geöffnet.

 

 

 

 

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