Suche:
Gemeinde Mösthinsdorf
Der Ort Mösthinsdorf bestand bis zum Jahre 1936 aus den beiden Dörfern Möst und Hinsdorf. Möst, ein Dorf slawischen Ursprungs, wurde erstmals 1180 in einer Urkunde erwähnt, während Hinsdorf seit 1255 bekannt und deutschen Ursprungs ist. Beide Ortschaften lagen im Mittelalter an der Halle-Magdeburger-Heerstraße.Mösthinsdorf ist in die Fuhneaue eingebettet und grenzt an die beiden Landkreise Bitterfeld und Köthen.
Weit bekannt ist der Ort durch sein Landschaftsschutzgebiet und seine Flächennatur-denkmäler. Das Landschaftsschutzgebiet Fuhneaue stellt mit seinen Feucht- und Naßwiesen sowie naturnahen Erlen und Erlen-Eschen-Wäldern ein wichtiges Rückzugsgebiet für die einheimische Flora und Fauna dar.
![]() |
![]() |
Das größte Flächennaturdenkmal ist die "Schloßfuhne" mit seinem bemerkenswerten Bestand an seltenen Sumpfzypressen. Das Flächennaturdenkmal "Wild-Tulpenwiese" beherbergt 620 blühende Wild-Tulpen (1984), welche im 16. Jahrhundert als Zierpflanzen eingeführt wurden, später aber verwilderten.Eine Sehenswürdigkeit ist die seit dem 12. Jahrhundert bestehende Dorfkirche.
Das alte Mauerwerk der Kirche reicht in das 12. Jahrhundert zurück. Auf das hohe Alter weist das ursprüngliche Eingangsportal hin, ein äußerst beachtliches romanisches Sandsteinportal mit beidseitigen Säulen, versehen mit gut erhaltenen Würfelkapitellen. Auch die alte kleine Glocke stammt aus dem 13. Jahrhundert. Als im Jahre 1769/70 die Kirche erneuert wurde, erhielt sie auch einen neuen Turmknopf mit Wetterfahne. In der Wetterfahne befanden sich die Initialen des Stifters F. W. v. V. (Franz Wilhelm Werner von Veltheim). Die Orgel wurde von Rühlmann aus Zörbig erbaut und 1858 eingeweiht.
Im März 1980 begannen die Bauarbeiten zur Instandsetzung der Kirche. Bis zur Fertigstellung vergingen 6 Jahre. Die Baukosten beliefen sich auf ungefähr 45.000,00 Mark und es waren ca. 50 Handwerker, Helfer und Mitarbeiter an den Bauarbeiten beteiligt.
Nach einer Generalreparatur und dem Einbau eines elektrischen Windgebläses, wurde die Orgel zusammen mit der Kirche am 23./24. August 1986 wieder eingeweiht.
© 2002 Förderverein Museum Petersberg e.V.
Nachdruck und Weiterverbreitung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung.


