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Die Gemeinde Kütten mit dem Ortsteil Drobitz

Die Gemeinde Kütten

 ... mit dem Ortsteil Drobitz ist ein idyllisch gelegenes Dorf unweit des Petersberges. Erstmals wurde der Ort 1248 urkundlich erwähnt. Kütten war ein Lehnsdorf des Klosters auf dem Petersberg. Auf eine frühere Besiedelung weisen ein Hügelgrab aus dem Neolithikum im Ortsteil Drobitz und archäologische Funde aus der Bronzezeit hin.

 

 

Kirche Kütten

Saalbau mit Satteldach und Westquerturm unter Pyramidendach entstanden im 13. Jahrhundert. Bauliche Veränderungen fanden im 16. und 18. Jahrhundert im Bereich der Fenster, am Schiff und am Westportal des Turmes statt. Das Innere der Kirche besteht aus einem hölzernem Muldengewölbe. Der Kanzelaltar ist etwa aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhundert mit korinthischen Säulen und die Sandstein - Taufe etwa aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhundert.
Im Turm befinden sich zwei Glocken, die große Glocke mit Inschrift hat einen Durchmesser von 1,20 m und eine Höhe von 0,85 m, die kleine Glocke hat einen Durchmesser von 0,72 m und eine Höhe von 0,55 m.
1875 wurde die Orgel - Opus 20 von Orgelmeister Wilhelm Rühlmann aufgestellt.

In dieser Kirche wurde Christian Reuter und auch Elisabeth von Mandelsloh getauft.
Die Dorfkirche wurde 1994/95 von außen restauriert und bietet jetzt eine reizvolle Ansicht.

Christian - Reuter - Denkmal

Der Bauernsohn wurde als 8. von 10 Kindern der Familie Reuter am 09.10.1665 in Kütten geboren und getauft. In der Kirche von Kütten ist heute noch das Taufbecken erhalten, in dem die Taufe stattfand, auch die Namen der Taufpaten sind bekannt.
Christian Reuter besuchte das Domgymnasium in Merseburg. Hier wurde besonders in deutscher Sprache gelehrt, was in dieser Zeit durchaus nicht selbstverständlich war.
Ab 1688 ist er als Student an der Universität in Leipzig für Theologie und Jura. Hier wohnt er im Gasthof zum "Goldener Löwe". Der Besitzer war eine Frau Rosina Müller mit ihren Kindern. Christian Reuter war kein Musterknabe und verbrauchte sein Geld nicht unbedingt zur Begleichung der Miete. Damit machte er Schulden und mußte deshalb sein Quartier verlassen. Das Theater fesselte ihn und er schrieb in einer höhnischen und schalkhaften Art über seine Mitmenschen. Mit seinen Werken geriet er immer mit dem Gesetz in Konflikt, so das man mit ihm sehr roh umging. Am 11. August 1712 ließen Christian und seine Ehefrau ihren Sohn Johann Friedrich in Berlin, wo er zuletzt wohnte, taufen. Danach verliert sich seine Spur. Im Oktober 1937 wurde dem Verfasser des "Schelmuffsky", ein Denkmal in Kütten gesetzt.

Zum Ortsteil Drobitz

Sehenswert in Drobitz ist die Dorfkirche. Sie ist ein Rechteckbau mit Westquerturm aus dem späten 13. Jahrhundert, der Turm stammt wohl aus dem 16. und 18. Jahrhundert. Westlich der Kirche befindet sich ein Pfeilergrabmal mit Relief. Es stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert. Der im Inneren befindliche Kanzelaltar entstand in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die erste Orgel stammt aus dem Jahre 1829. Ein unersetzlicher Verlust ist die verschwundene zweite Orgel aus dem Jahre 1845 (Opus I, von Rühlmann) mit weiß lackiertem Gehäuse und Verzierungen sowie Vergoldungen. 1911 wurde dafür ein Harmonium angeschafft.

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