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Die Gemeinde Ostrau

...befindet sich nördlich des Petersberges an der Kreisgrenze zu Bitterfeld und ist ca. 15 km von Halle entfernt. Eines der wertvollsten Kulturdenkmäler dieses Ortes, ist das Barockschloss. Zur Gemeinde zählt auch der Ortsteil Werderthau.

 

 

Das Schloss Ostrau

... gehört zu den bedeutendsten Barockschlössern Sachsen-Anhalts.
Das Schloss war Sitz der Familie von Veltheim. Ludwig von Veltheim veranlaßte im Jahr 1713 - auf Anregung des damaligen Landesherren "August des Starken" - die Erbauung des zweigeschossigen, dreiflügligen Barockschlosses durch den Architekten Lois Remy de la Fosse. Ursprünglich stand hier eine Wasserburg, deren Gräben auch das neue Schloss umgeben.
1927 erbte der Anthroposoph, Indologe, Privatlehrer und Weltbürger Hans-Hasso von Veltheim den Familienbesitz und ließ das Schloss in den Jahren 1929-31 vollständig sanieren. Er richtete im Südflügel des Schlosses eine umfangreiche Bibliothek ein, widmete sich besonders der Pflege des umgebenen Parks und der Anpflanzung exotischer Gewächse, welche er oftmals von seinen Reisen selbst mitbrachte. Durch Besuche bekannter Persönlichkeiten, hauptsächlich aus dem kulturellen Bereich ,wie z.B. Richard Strauss, Rainer Maria Rilke u.v.a. auf Schloss Ostrau, erlangte sein Eigentümer sowie das Bauwerk hohes Ansehen. 1945 kam es zur Enteignung Hans-Hasso von Veltheims durch sowjetische Besatzer. Er floh mittellos über die damalige Zonengrenze und verstarb im Jahr 1956 einsam in Untersum/Föhr.

Das Schloss Ostrau beherbergt heute die im Ort ansässige Grundschule, einen Jugendklub. Der ostrauer Kulturverein hat einige Räume im Schloss angemietet und die Bibliothek wiederhergestellt. Zudem werden zahlreiche Veranstaltungen organisiert . Der das Schloss umgebene Wassergraben sowie die Parkteiche wurden in den Jahren 1996-98 gesäubert. Im Jahr 1999 wurde die umfangreiche Sanierung der dreibögigen Schlossbrücke beendet.

Der Park in Ostrau

... wurde 1764 von Friedrich August von Veltheim als sogenannter "Lustwald" angelegt. Damals einmalig als Anlage in dieser Art mit seiner Reichhaltigkeit an fremden und seltenen Bäumen und Sträuchern in Deutschland. Sicher ist, daß die heutige Gestalt des Parks in Ostrau bereits 1779 zu erkennen war. Der aufmerksame Spaziergänger kann auf dem gut 2 km langen äußeren Rundweg des Parks zahlreiche seltene Pflanzen, wie Sumpfzypressen und Gingko, Tiere, insbesondere 42 Vogelarten finden und beobachten.

 

Die evangelische Patronatskirche in Ostrau

... wurde in den Jahren 1698/99 im Stil des Spätbarocks gebaut. Unter dieser befindet sich das Erbbegräbnisgewölbe der von Veltheims. Ein für Deutschland einmaliges Kleinod ist die anthroposophische Grab-Altar-Kapelle, in der die 1990 aus Köln überführte Urne des letzten Eigentümers des Schlosses Hans Hasso von Veltheim beigesetzt wurde. In der Sakristei ist eine kleine Ausstellung zur Ortsgeschichte zusehen. Die farbenprächtigen Glasfenster wurden von der Kandinski-Schülerin Maria Strakosch-Giesler gestaltet. Auf dem Friedhof befindet sich, unterhalb der "Professorenlinde", die Grabstätte des Porträt-, Historien- und Blumenmalers Prof. Carl-Adolf Senf, der ab 1848 in Ostrau lebte.

Gemeinde Mösthinsdorf

 

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